Sofia Goggia gewann den Super-G in St. Moritz und feierte damit ihren 23. Weltcupsieg. Sie zog mit Federica Brignone als italienische Skirennläuferin mit den meisten Siegen in diesem Wettbewerb gleich. Goggia sagte, sie sei vom Ergebnis überrascht gewesen und habe sich während ihres Laufs nicht besonders wohlgefühlt, glaube aber, die entscheidenden Streckenabschnitte gut gemeistert zu haben.

Als Siebte am Start hatte Goggia keine Zeiten anderer Rennläuferinnen, an denen sie sich orientieren konnte. Als sie sah, dass sie 0,95 Sekunden vorn lag, musste sie nach eigenen Worten auf die noch ausstehenden Konkurrentinnen warten. Sie bezeichnete ihren Lauf stellenweise als unsauber und sagte, sie habe sich währenddessen anpassen müssen. Zugleich hatte sie das Gefühl, bei drei entscheidenden Sprüngen den Unterschied gemacht zu haben.

Der Sieg gelang beim ersten Speedrennen der Saison, nachdem die beiden für Cervinia angesetzten Rennen abgesagt worden waren. Goggia sagte, sie sei bereit gewesen, in den Speeddisziplinen in die Saison zu starten, wies aber darauf hin, dass die Konkurrenz stark sei. In St. Moritz standen noch eine Abfahrt und ein weiterer Super-G an. Vor den nächsten Rennen wollte sie ihre Leistung mit ihren Trainern analysieren.

Goggia sagte außerdem, die Arbeit im Sommer habe ihr geholfen, Fortschritte zu machen. Als Beleg verwies sie auf ihre drei Top-10-Platzierungen bei den ersten drei Riesenslaloms der Saison. Sie bezeichnete sich selbst als stärker für die Speedrennen geeignet, sagte aber, sie könne sich nicht allein auf diese Disziplinen verlassen.

Mit ihrem 23. Sieg zog sie mit Brignone gleich. Goggia sagte, die beiden Athletinnen hätten unterschiedliche Stärken: Brignone sei technisch versierter, während Goggia sich stärker auf die Geschwindigkeit konzentriere. Sie begrüßte den Wettbewerb zwischen ihnen und sagte, er trage dazu bei, das Interesse am Skisport in Italien lebendig zu halten.

Quellen: La Gazzetta dello Sport.